10 Jahre Viva con Agua

Ich habe 2013 von Viva con Agua erfahren, da war die Idee dazu gerade 8 Jahre alt; 8 Jahre gelernter Lektionen, Erfahrungen, Netzwerken und vor allem Zugang zu sauberem Wasser. Es ist sehr leicht, sich nach 10 Jahren Existenz zurückzulehnen und sich vorzustellen, den Zeittest bestanden zu haben und davon auszugehen, dass man gut etabliert ist. Aber schau' es dir von einer menschlichen Perspektive an. Ein zehn Jahre altes Kind ist noch immer verletzlich, lebt noch bei seinen Eltern und ist zudem sehr abhängig von ihnen, geht noch zur Schule, schließt noch immer neue Freundschaften, geht noch immer auf Abenteuerreise, entdeckt sich immer noch selbst, macht immer noch Fehler und am Wichtigsten, wächst noch immer. Aber unter diesen vielen Zehnjährigen auf dieser Welt gibt es ein paar ganz spezielle Zehnjährige, welche den Gleichaltrigen in allem einen kleinen Schritt voraus sind. Für mich ist Viva con Agua solch ein Kind.

Obwohl nur zarte zehn Jahre alt, hat es das Kind geschafft, so viele Freund*innen anzuziehen, so viele Erwachsene zu inspirieren und ist trotzdem so bescheiden, immer noch von denen zu lernen, die "über" und "unter" ihm stehen. Ausgehend von dieser Demut und Offenheit schafft es das Kind immer mehr Freundschaften zu schließen; Freund*innen mit so vielen Fähigkeiten; Freund*innen, welche diesem Kind mit all ihrem Können und ihren Stärken vertrauen und auf einem nachhaltigen Level „best friends forever“ werden. Ich nutze diese Analogie des Jungen und der Freundschaft, weil ich in den 3 Jahren, die ich Viva con Agua nun kenne, so viele Bemühungen gesehen habe, Freundschaften zu schließen und diese zu pflegen.

Nach den zehn Jahren Viva con Agua kann ich sagen: Im Laufe des Alterns – nach 20, 30, 40 Jahren – behalte die Mentalität des zehnjährigen Kindes, welche dich so weit gebracht hat. Lerne weiter, schließe neue Freundschaften, bleibe fröhlich und bescheiden. Das macht das Wasser umso süßer.

 

– Nobert Latim