Hoxel

Die Wasserskulptur

In einem dunklen Raum plätschert Wasser. Ein einzelner Strahl steht wie eine gebogene Linie in der Luft, windet und schlängelt sich aufwärts, als hätte er das Fallen vergessen. Dann löst er sich auf in einzelne, reglos schwebende Tropfen, die schließlich langsam nach oben wandern. Jemand bedient eine Wählscheibe. Das Rauschen wird jetzt übertönt von einem futuristischen Knacken und Fiepen, die Tropfen verschmelzen in einem Strahl. Er vibriert, wirft sich in eine Drehung, die eine Doppel‐, Achtel‐, Sechzehntelhelix in blauem und rotem Licht formt. Die Idee für die Wasserskulptur geht zurück auf ein wissenschaftliches Experiment, das Hoxel vor Jahrzehnten begleitet hat. Damals war er fasziniert von der bizarren Eleganz des Wassers und fand, „dass diese Wissenschaft eigentlich Kunst ist“.

Hoxel alias Axel Grabitz ist Physiker und von Beruf Software‐ und Elektronikentwickler mit einer Leidenschaft für unsinnige Maschinen. Am Liebsten baut er ausgediente Steuereinheiten in Elektronikskulpturen, skurrile Lampen oder Apparate mit überraschenden Funktionen um. Viele seiner Kunstwerke funktionieren interaktiv: sie lassen sich mit alten Telefon‐Wählscheiben von den Besuchern ansteuern.

www.hoxel.org