Lena Johannson

In vielen Regionen des Nahen Ostens ist Wasser nur stundenweise verfügbar und wird regelmäßig rationiert. Das löst Unruhen aus. Gleichzeitig verschärfen Bürgerkriege und politische Machtkämpfe die Lage in diesen Gegenden noch. Ein Beispiel sind die gewaltigen Staudämme des Südostanatolien-Projekts, mit dem die Türkei die Kontrolle über 28 Prozent des Wasservorkommens von Euphrat und Tigris erlangen würde. Die Umsetzung dieses Projekts käme für Nachbarstaaten einer Katastrophe gleich. In vielen Regionen des Nahen Ostens ist Wasser nur stundenweise verfügbar und wird regelmäßig rationiert. Das löst Unruhen aus. Gleichzeitig verschärfen Bürgerkriege und politische Machtkämpfe die Lage in diesen Gegenden noch. Ein Beispiel sind die gewaltigen Staudämme des Südostanatolien-Projekts, mit dem die Türkei die Kontrolle über 28 Prozent des Wasservorkommens von Euphrat und Tigris erlangen würde. Die Umsetzung dieses Projekts käme für Nachbarstaaten einer Katastrophe gleich. Lena Johannson hat als Journalistin die halbe Welt bereist, war unter anderem in Krisen-gebieten in Afrika. Ihr sind Menschen begegnet, die keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, die ständig gegen die Übermacht gieriger Konzerne kämpfen müssen, die den Wert dieser immer knapper werdenden Ressource längst erkannt haben ... und damit handeln! 2010 war sie in Syrien und Jordanien, um für ihren Thriller "Blutwasser" zu recherchieren. Es war nicht leicht, einen Verlag für diesen brisanten Stoff zu finden, schon gar nicht für jemanden, der eher für Ostsee-Krimis oder Familiengeschichten bekannt ist. Doch Johannson ließ nicht locker, denn diese Form von Raubtierkapitalismus macht sie einfach nur zornig. "Wie kann es sein, dass Menschen der Zugang zu Trinkwasser abgeschnitten und Geld für etwas kassiert wird, das allen gehören sollte?", fragt sie. Mehr über die Autorin und ihre Bücher unter www.lena-johannson.de
Lesung Thriller
Fr 17 Uhr / Wohnzimmer