Ceren Saner

Ceren Saner ist eine Künstlerin aus Berlin, die sich mit Freundschaft, Liebe und Familie im LSBTTIQ * Alltag in ihrer Heimatstadt Istanbul sowie in ihrer neuen Wahlheimat Berlin auseinandersetzt. Im Rahmen ihrer aktuellen Veranstaltungsreihe isnt it Love? Photo-showing & Talk Tour (#isntitlovethetour) berichtet Ceren Saner in ihrem künstlerisch-politischen Vortrag von ihrer Tätigkeit als dokumentarisch-empathisch arbeitende Künstlerin. Gestützt auf ihre Erfahrungen und vermittelt durch ihre Kunst, spricht Ceren Saner über die queere Szene und die LGBTTIQ*-Bewegung in der Türkei, die durch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre viele Rückschläge erlebt hat und Einschüchterungen sowie Unterdrückung ausgesetzt ist. Die Liebe entzieht sich ihrer Form - die Liebe beginnt gegen ihre eigenen Formen zu kämpfen, um wieder Liebe zu sein. Sie fragt: warum sollte man es verbergen, isnt it love? Zwischen 2013 und 2014 war die Fotoserie “isnt it Love?” Zeugin einer privaten Queer-Partykette, die regelmäßig von einer Gruppe von Freund*innen in Istanbul in der Türkei organisiert wurde. Um die Privatsphäre der Subjekte dieser Partys zu respektieren und die Existenzen und Geschehnisse vor sich zu erspüren und zu verstehen, schaute Ceren Saner eher auf den Akt der Liebe als auf die Gesichter dahinter. Berührt durch die Fluidität von Liebe und der befreienden Atmosphäre wurde sie Teil dieser Momente und stellte fest, dass sie Auffassungen wie die der „wahren Liebe“, den „richtigen“ Weg zu lieben oder das Lieben an sich hinterfragte. Später folgte sie ihrem persönlichen Weg mit dem Ausstellen der Serie auch auf öffentlichen Veranstaltungen.