Jan Spille

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ES IST NICHT ALLES GOLD WAS GLÄNZT! Eine Reise zu konventionellen Goldschürfern und Fairtrade Gold-Kooperativen in Afrika – MULTIMEDIA AUSSTELLUNG + VORTRAG Die Welt ist im Goldrausch! Aufgrund des hohen Börsenpreises wird derzeit so viel Gold abgebaut wie noch nie zuvor. Wer es sich leisten kann, trägt Goldschmuck oder legt sich Goldbarren in den Tresor. Spätestens aber beim Smartphone wird deutlich, dass das Thema jeden angeht! Gleichzeitig verschärfen sich die katastrophalen Bedingungen im Goldbergbau – wo Kinderarbeit, soziale Ausbeutung und gravierende Umweltzerstörung an der Tagesordnung sind. Vor allem der hohe Wasserverbrauch und die Kontamination mit giftigen Chemikalien werden immer wieder zu einem zentralen Problem. Die Leidtragenden sind die einheimische Bevölkerung und weltweit etwa 15 - 20 Millionen Kleinschürfer. GOLDBERGBAU IN AFRIKA Im Herbst 2017 besuchte der Hamburger Goldschmied Jan Spille gemeinsam mit den Filmemachern Jonathan Happ und Katja Becker die Goldschürfer in Kenia und Uganda: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Goldminen sind dramatisch. In abgerissener Kleidung steigen die Minenarbeiter in die dunklen Stollen und Schächte. Sie arbeiten ohne Helme, lediglich mit einer Stirnlampe bekleidet – Arbeitsschutz gibt es nicht. Die Golderze werden mit Hammer und Meißel aus dem Gestein gebrochen. An der Erdoberfläche sind ganze Familien damit beschäftigt die Erze zu zerkleinern. Anschließend waschen Frauen in Waschschüsseln das Gold mit Quecksilber aus. Kinderarbeit ist allgegenwärtig. In der ganzen Region sind Trinkwasser und Nahrung toxisch belastet. Immer wieder treten Fälle von Cholera auf. Krankheiten wie HIV, Typhus und Silikose sind weit verbreitet. Es kommt regelmäßig zu Arbeitsunfällen und Grubenunglücken bei denen Menschen sterben. Überall herrscht extreme Armut – reich wird hier niemand! Im Gegensatz dazu steht der Besuch bei SAMA – der ersten Fairtrade zertifizierten Bergbaukooperative in Afrika. Gemeinsam haben sie viel erreicht: Frauen und Männer arbeiten gleichberechtigt miteinander. Kinderarbeit ist verboten. Höhere Arbeitslöhne sichern das Grundeinkommen. Gemeinschaftsprämien werden für soziale Projekte verwendet. Zahlreiche neue Arbeitsschutzstandards wurden etabliert. Die Arbeiter tragen heute Schutzkleidung wie u.a. Helme, Staubmasken und Arbeitsschuhe. Durch fachgerechtes Abstützen werden die Minen gesichert. Neue Technologien garantieren in Zukunft eine umweltfreundliche Goldgewinnung, ohne hochgiftiges Quecksilber und Cyanid. Es wird deutlich, dass SAMA – als Pilotprojekt für den Fairtrade Bergbau – ein großer Erfolg werden kann. Schon heute folgen viele Goldschürfer in Uganda, Kenia und Tansania ihrem Beispiel. WALK ON! MULTIMEDIA-AUSSTELLUNG Durch die Ausstellung „Es ist nicht alles Gold was glänzt!“ werden die Besucher mit auf eine Reise in die Goldminen Afrikas genommen. Filme und Bilder vermitteln einen Eindruck, was es heißt „unter Tage“ zu arbeiten und für nur wenige Gramm Gold extreme Belastungen auf sich zu nehmen. Gleichzeitig wird die Bedeutung eines ökologisch- und sozialgerechten Bergbaus aufgezeigt. Mit Schmuck aus Eco+Fairtrade Gold und Silber wird darüber hinaus die Frage gestellt, ob Bergbau generell fair und nachhaltig sein kann? ...und ob es weitere Rohstoffkonzepte gibt, mit denen dem konventionellen Goldbergbau sinnvoll begegnet werden kann. In Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen. Gefördert mit Mittel des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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