Konstanze Habermann

Der Anspruch und Glaube, dass Fotografie die Wirklichkeit abbilde und damit wahr sei, ist seit langem widerlegt. Jede Fotografie ist nicht Abbild der Welt, sondern schafft ihre eigene Realität. Während diese Erkenntnis den Anspruch der dokumentarischen Fotografie in Frage stellt, lässt sie die inszenierte Fotografie authentischer erscheinen. Wenn die Fotografie nicht die Wirklichkeit abbildet, so muss es ihr erlaubt sein, bewusst eine eigene, von der wirklichen Welt losgelöste Realität zu schaffen. Vor diesem Hintergrund erscheint der Versuch, die Werkeikonographisch, mittels einer Dechiffrierung möglicher dargestellter Symbole zu deuten, unnötig und sogar sinnlos. In den Bildern werden keine Personifizierungen und Allegorien abgebildet, die allgemeines Wissens-und Kulturgut sind. Es sind die Imaginationen von Konstanze Habermann, die in den Werken ihre bildliche Darstellung finden. Auf diese Weise werden sie auch für den Betrachter sichtbar und erhalten eine ihnen eigene Realität.

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