Nataly Schwenk

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Vogue! Vogue oder auch Voguing ist ein Tanzstil, entstanden in den 60er Jahren in New York Harlem. Man entnahm den Namen dieses Tanzstiles aus dem bekannten und gleichnamigen Modemagazin "Vogue", da er sich an den Posen und Körperhaltungen von Models orientiert und in Verbindung mit streng linearen Arm- und Beinbewegungen ausgeführt wird. Der Tanzstil entwickelte sich durch die Marginalisierung der homosexuellen Subkultur, auch genannt LGBTQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queer). Die sogenannte Ballroom-Szene ist ein wichtiger sozialer Bestandteil dieser Community. Auf den verschiedenen Veranstaltungen, welche selbst von den LGBTQ organisiert werden, wurde es diesen Menschen ermöglicht, ihre Träume und ihre Sexualität für einen Abend auszuleben. Sie brauchten sich nicht mehr zu verstecken und wurden akzeptiert, wie sie sind. Diese Veranstaltungen wurden auch dazu genutzt, um der jungen Voguing-Generation über den Schutz vor Geschlechtskrankheiten etc. aufzuklären. Sie bildeten familienähnliche Vereinigungen und traten in Form eines Wettbewerbs gegeneinander an. Diese Vereinigungen werden als Houses bezeichnet, welche oft Markennamen oder Titel aus der Modewelt tragen, wie z.B. House of LaBejia, House of Xtravaganza, House of Dior uvm. Der Tanz oder die Community erregte das erste Mal beim internationalen Mehrheitspublikum Aufmerksamkeit, nachdem Madonna ihren Song "Vogue" und Malcom McLaren seine Single "Deep in Vogue" veröffentlichten. Vogue ist nicht nur ein Tanzstil, sondern eine komplexe und tiefe Kultur, die man wahrscheinlich nicht versteht, bis man sich selbst einen Einblick verschaffen konnte. Das schönste daran ist, dass LGBTQ hier nicht nur unter sich bleiben, sondern – anders als die Gesellschaft – einladen ein Teil ihrer Welt zu werden.