Water Integrity Network

Wasser erweist sich als essentieller Bestandteil des Lebens: Das Leben jeden Menschens unseres Planeten und das Leben des Planeten selber. Trotz zahlreicher internationaler Vereinbarungen und Verträge, die über Jahrzehnte hinausreichen, ist der Zugang zu sauberem und sicherem Wasser und eine ausreichende Wasser- und Sanitärversorgung nicht jedem gewährt – vor allem den Ärmsten der Welt. Wasserintegretät, auf Englisch “water integrity“ genannt, bedeutet, dass Ressourcen und Dienstleistungen auch dort ankommen, wo sie ankommen sollten – und wo sie am meisten gebraucht werden -, sodass Wasser fair und nachhaltig verwaltet werden kann. Hierbei geht es um ein transparentes, verantwortliches und integratives Entscheidungsverfahren von den Interessenvertretern, die nach Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit in der Wasserverwaltung streben. Das „Water Integrity Network“ glaubt an offene Diskurse rund um Integrität und dessen Problempunkte. Gleichzeitig glauben sie daran, dass man vorausschauende Maßnahmen ergreifen muss, um Steuerungsprozesse zu stärken, Risiken zu betreuen und Korruption zu vermeiden. Mangelnde Integrität von Wasser kann folgendes bedeuten: Die Wassersteuerung ist nicht fair, nachhaltig oder effektiv; Veränderungen und Projekte setzen sich nicht durch; und Korruption – bei dem sich der Sektor als besonders gefährdet erweist – leitet Ressourcen von den Orten weg, an denen sie wirklich gebraucht werden. Ein Beispiel, bei dem die Wasserintegrität Gemeinschaften fördern könnte, wäre in der Podor Region in Senegal sichtbar, wo die Fehlverwaltung von privaten Betreibern zu der ungesunden und untragbaren Erhaltung von Wasserstellen geführt hat. Dort müssen Menschen und Nutztier nebeneinander und von der gleichen Quelle trinken. Es besteht eine mangelnde Transparenz bezüglich der komplexen Kalkulation von Wassergebühren, bei denen nomadische Bauern inkonsistente und überhöhte Beträge bezahlen müssen, um Zugang zu dieser essentiellen Ressource zu gewinnen. Über den Fotografen, Antoine Delepière: Antoine ist ein internationaler Wasser- und Sanitärexperte bei UNPDs „Water & Ocean Governance“ Programm, basierend mit dem UNPD-SIWI Water Governance Facility, gehosted von dem Stockholm International Water Institute (SIWI). Antoine besitzt über 19 Jahre Erfahrung in der Wasser- und Sanitärentwicklung. Er arbeitet an Querschnittsthemen der umweltlichen und der sozialen Auswirkung, Risikosenkung und Menschenrechte. Er hat sich für die Bedeutung von menschenrechtsbasierende Ansätzen in der humanitären Hilfe eingesetzt. Eines seiner neusten Werke richtet sich an Verantwortlichkeits- und Nachhaltigkeitsaspekte in Verbindung mit der Wasser- und Sanitärverwaltung.

http://www.waterintegritynetwork.net/